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CLASS ONE VIRUS ALERT



Der zerstörte Chip AN ALLE MITARBEITER AB SICHERHEITSSTUFE RENRAKU-4

Vor genau 2 Stunden und 40 Minuten hat der Mitarbeiter und Security-Decker Jack Horn, Personalnummer RS-8754-543F, Zuverlässigkeitsstufe 2 in der Firmenmatrix (Knoten SAN-5436x, Layer 3) während einer Routineüberprüfung der Zugangsknoten folgende Beobachtung gemacht (Auszug aus dem Verhörprotokoll der Konzernsicherheit):

"Als ich mich dem Knoten näherte, stellte ich eine ungewöhnlich hohe Aktivität des weißen Zugangs-ICE fest, die sich um etwa 50% oberhalb der normalen Parameter bewegte. Hinter dem ICE-Konstrukt war deutlich ein starkes, rotes Glühen zu erkennen, das mit einer annähernd dem Systemtakt entsprechenden Frequenz pulsierte. Eine nähere Untersuchung der Systemaktivität offenbarte jedoch keine weiteren Anormalitäten.
Gerade als ich der Sicherheitszentrale Meldung erstatten wollte, fiel die ICE-Aktivität wieder auf normales Level. Direkt danach befand sich das rote Pulsieren INNERHALB des Knotens. Es mußte sich eindeutig um einen Eindringling handeln, das System arbeitete jedoch auf unterstem Alarmlevel weiter. Die Schwelle war weit unter einem passiven Alarm.

Um nähere Beobachtungen anstellen zu können, näherte ich mich vorsichtig auf Sensor-Reichweite. Währenddessen unterrichtete ich meinen Vorgesetzten von der Beobachtung, veranlasste jedoch noch keinen Alarm, da ich mir noch nicht über die Herkunft der Erscheinung im klaren war. Auch in Sensor-Reichweite konnte ich kein klares Konstrukt erkennen, jegliche eventuell vorhandene Form schien in dem roten Nebel, der es umgab, unterzugehen.
Scheinbar eine extrem wirksame Maske-Routine. Da aus der Zentrale bis dahin noch keine Reaktion erfolgt war, entschloß ich mich, aktiven Alarm auszulösen.
Direkt darauf entfernte sich das merkwürdige Konstrukt. Mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit rauschte es davon in Richtung Datenspeicher 683x, Layer 3. Obwohl ich sie so schnell wie möglich verfolgte, brauchte ich mit meiner Firmen-ID länger, die Zugangskontrollen zu überwinden, als dieses Ding.
Als ich mich der vorgelagerten SPU näherte, sah ich gerade noch, wie das rote Pulsieren mit dem SPU-Konstrukt verschmolz und dann verschwand. Direkt danach wurde ich herausgeworfen.
Der gesamte Layer 3 ist abgestürzt."

Die Nachricht, die Horn angeblich an die Zentrale abgeschickt hat, kam dort nie an. Dort wurde der Vorgang erst durch die Auslösung des aktiven Alarms erkannt. Kurz nachdem man zu dem Ergebnis kam, daß es sich um einen Fehlalarm handeln mußte, da es zum Zeitpunkt der Alarmauslösung keine ungewöhnlichen ICE-Aktivitäten gab, stürzte der gesamte Layer 3 des Renraku-Mainframes ab.
Nach der Befragung des Deckers fand ein Techniker-Team den "Fehler". Der SPU-Baustein war durch unbekannten Einfluß physikalisch zerstört worden.

Eine nach dem erneuten Hochfahren des Systems durchgeführte Fehlerdiagnose zeigte in den Logfiles eine als einwandfrei einzustufende ICE-Funktion. Die Beobachtungen unseres Mitarbeiters lassen auf einen Virus mit extrem hochwertigen Maske- und Zerstörungsroutinen schließen. Genauere Informationen sind leider nicht verfügbar, da keine Datenreste des Konstrukts aus dem abgestü,rzten System gerettet werden konnten.

Details folgen mit ihrer Verfügbarkeit. Bis dahin ist größte Wachsamkeit der Matrixsicherheit angeordnet. Eventuelle Beobachtungen sind unverzüglich an die Renraku Sicherheitszentrale zu melden.



SPINNT INDEX
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